Einloggen

Passwort vergessen?

oder

Connect with Facebook

Noch nicht angemeldet?

Melde dich jetzt an und werde Teil der Prognose!

Kostenlos registrieren

User-Prognose

Zur User Prognose

Liefer deine Prognose ab und gewinne bis zu 30€!

Zum Gewinnspiel

Sicher zahlen mit Paypal

PayPal-Bezahlmethoden
PayPal ist der Online-Zahlungsservice, mit dem Du bei uns sicher, einfach und schnell bezahlen kannst — und das kostenlos.

Forum » SPD

Beitrag 701 bis 710 von 711 Beiträgen
smily

RE: SPD

Von smily am 27.01.2019, 22:01 Uhr
#701
Die "Diktatur des Proletariats" ist ein Zitat nach Marx der die bürgerliche Klassengesellschaft zur klassenlosen Gesellschaft transformieren soll.

Was sollte an einer klassenlosen Gesellschaft eigentlich erstrebenswert sein? Es ist doch gut, wenn es Unterschiede zwischen den Menschen gibt.


Das ist wohl hier der Grundkonflikt. Für mich sind wirtschaftliche Unterschiede nicht erstrebenswert.
Aber natürlich dürfen Menschen so verschieden sein wie sie möchten. Egal ob schwul oder hetero. Egal ob Manager oder Putzkraft. Egal ob die Eltern Professoren sind oder Bauarbeiter. Egal ob man selbst zur Uni gegangen ist oder nach dem Hauptschulabschluss eine Ausbildung gemacht hat. Jeder so gut wie er eben kann.
Die wirtschaftlichen Lebensbedingungen sollten anschließend die gleichen sein. Darüber streiten, ob Menschen die sich nicht so anstrengen wie Sie könnten weniger bekommen sollten, darüber lässt sich streiten. Aber die Putzfrau die 40 Stunden Toiletten schrubbt, verdient in meinen Augen das gleiche wie ein Bayer-Vorstandsmitglied, dass 40 Stunden die Woche arbeitet.
Krauty

RE: SPD

Von Krauty am 27.01.2019, 22:05 Uhr
#702
Aber die Putzfrau die 40 Stunden Toiletten schrubbt, verdient in meinen Augen das gleiche wie ein Bayer-Vorstandsmitglied, dass 40 Stunden die Woche arbeitet.

Das sehe ich in der Tat völlig anders. Ein Bayer-Vorstandsmitglied hat viel mehr Verantwortung und benötigt eine viel umfangreichere Ausbildung als eine Putzfrau.

Es ist ja gerade das Grundproblem von sozialistischen Staaten, dass sie anspruchsvolle Berufe zu wenig wertschätzen mit der Folge, dass der Lebensstandard immer weiter absinkt.
smily

RE: SPD

Von smily am 27.01.2019, 22:10 Uhr
#703
Diese Aussage ist erschreckend und sagt leider sehr viel über den Verfasser aus. Ich zum Beispiel respektiere, dass Menschen an einen demokratischen Sozialismus glauben, auch wenn ich persönlich daran nicht glaube. Niemals würde ich eine Diskussion darüber aus derartig formalen Gründen ablehnen. Wer TE per se ablehnt, denkt autoritär und im Kern undemokratisch. Auch das ist für mich als im Kern durchaus liberal denkenden Menschen in Ordnung, aber es ist wie gesagt erschreckend.


Ich diskutiere gerne mit Ihnen weiter, solange Sie sich mit Ihren Aussagen und Ihren zitierten Medien im demokratischen Ramen bewegen. Die Welt als rechtes Medium und der Focus als rechts-populistsches Medium sind für mich noch diskutabel.

Tichys Einblick oder Breitbart und was es da nicht alles gibt, z.B. vom Kopp Verlag dürfen Sie gerne verlinken. Aber Sie können mit mir nicht darüber diskutieren, weil ich schon Grundannahmen wie z.B. was Fakten sind und was Fake News, nicht teilen kann. Es ist für mich außerhalb des demokratischen Spektrums. Gleichzusetzen mit der Jungen Welt oder der Jungen Freiheit.
smily

RE: SPD

Von smily am 27.01.2019, 22:13 Uhr
#704
Aber die Putzfrau die 40 Stunden Toiletten schrubbt, verdient in meinen Augen das gleiche wie ein Bayer-Vorstandsmitglied, dass 40 Stunden die Woche arbeitet.

Das sehe ich in der Tat völlig anders. Ein Bayer-Vorstandsmitglied hat viel mehr Verantwortung und benötigt eine viel umfangreichere Ausbildung als eine Putzfrau.

Es ist ja gerade das Grundproblem von sozialistischen Staaten, dass sie anspruchsvolle Berufe zu wenig wertschätzen mit der Folge, dass der Lebensstandard immer weiter absinkt.


Wertschätzung geht auch anders, als über die Bezahlung. Unsere Bundeskanzlerin trägt mehr Verantwortung als ein Bayer-Vorstand. Verdient aber viel weniger. Die gesellschaftliche Wertschätzung gegenüber der Bundeskanzlerin ist trotz der geringen Verdienst viel größer.
Krauty

RE: SPD

Von Krauty am 27.01.2019, 22:23 Uhr
#705
Wertschätzung geht auch anders, als über die Bezahlung. Unsere Bundeskanzlerin trägt mehr Verantwortung als ein Bayer-Vorstand. Verdient aber viel weniger.

Aber deutlich mehr als eine gewöhnliche Putzfrau.

In der freien Wirtschaft kommt natürlich auch noch das Prinzip von Angebot und Nachfrage hinzu. Es gibt einen Wettbewerb um die besten Köpfe und dafür braucht man eine gute Bezahlung.
smily

RE: SPD

Von smily am 27.01.2019, 22:32 Uhr
#706
Wertschätzung geht auch anders, als über die Bezahlung. Unsere Bundeskanzlerin trägt mehr Verantwortung als ein Bayer-Vorstand. Verdient aber viel weniger.

Aber deutlich mehr als eine gewöhnliche Putzfrau.

In der freien Wirtschaft kommt natürlich auch noch das Prinzip von Angebot und Nachfrage hinzu. Es gibt einen Wettbewerb um die besten Köpfe und dafür braucht man eine gute Bezahlung.


Das Prinzip von Angebot und Nachfrage wird im Sozialismus anders gelöst werden müssen. Das ist ja die Herausforderungen. Ich sage weder, dass ich da die seeligmachende Lösung habe, noch das es aktuell überhaupt möglich ist. Ich sage nur, dass es mir zu billig ist, gleich grundlegend ablehnend zu sagen es funktioniert nicht, nur weil es mal autoritäre Staaten gab, in denen das nicht funktioniert hat.

Was ich aber sage ist, dass ich eine maximale Gleichheit in sozialen Fragen haben möchte. Da sind wir dann aber tatsächlich wieder in der tagespolitischen Diskussion und auch viel näher am Thema: Der SPD!
Krauty

RE: SPD

Von Krauty am 27.01.2019, 23:01 Uhr
#707
Nun ja, zur SPD ist zu sagen, dass die Einheiten, in denen sie an der Macht ist, in der Regel schlechter funktionieren als CDU-regierte Einheiten. Sei es ganz Deutschland, die einzelnen Bundesländer oder die Kommunen. Es gibt mehr Arbeitslosigkeit, mehr Armut. Die SPD setzt zu wenig auf kapitalistische Prinzipien, die halt die Grundlage für Wohlstand sind. Nur durch Umverteilung schafft man keinen Wohlstand.
smily

RE: SPD

Von smily am 28.01.2019, 15:54 Uhr
#708
Das ist in der Pauschalität Ihrer Aussauge nicht richtig. Eher ein gängiges Vorurteil. Der Einfluss der Landesregierungen auf die kapitalistischen Prinzipien sind doch eher stark beschränkt. Es sind doch eher gerade die Gegenteiligen Prinzipien, wie Anwerben durch Subventionen, Steuerdumping, oder wo Bayern ganz groß ist, wegsehen bei Regelverstößen (z.B. gezielte Unterbesetzung bei Wirtschaftsprüfern in Bayern), die am effektivsten sind.
Wenn es um Infrastruktur geht, waren die CDU-Ministerp. effektivere Lobbyisten für Ihre Bundesländer (CSU-Verkehrsminister usw.) aber mit wirtschaftlichen Prinzipien, haben die Entwicklungen nun wirklich nichts zu tun. Die SPD unterscheidet sich in der Beziehung von der CDU absolut gar nicht.
Neben wir das Beispiel NRW. Die haben dort dort die Strukturreformen verschlafen. Zugegeben die längste Zeit unter SPD-Minister. Es ist aber nicht so, dass die CDU in der Opposition oder anschließend in der Regierung andere Ansichten gepflegt hätte. Das die CDU in NRW gefordert hätte möglichst schnell die unwirtschaftlichen Zechen zu schließen und stattdessen auf Zukunftstechnologien zu setzten, ist denen genauso wenig in den Sinn gekommen

Ansonsten sieht man ja in Ländern in Berlin oder Hamburg wie es auch laufen kann. Sobald die CDU an die Macht kommt, werden die größten Fehler gemacht und die Folgeregierungen der SPD dürfen die Fehler ausbaden.

Für mich ist die Aussage die CDU ist kompetenter in Wirtschaftsfragen ein nicht bewiesene Chimäre.
ibex44

RE: SPD

Von ibex44 am 28.01.2019, 20:07 Uhr
#709
und weil die Kommunisten in Berlin (sPD, Grüne, Linke) soviel erfolgreicher regieren als die CSU in Bayern müssen die Bayern ungefähr den gesamten Länderfinanzausgleich für Berlin bezahlen?
smily

RE: SPD

Von smily am 08.02.2019, 17:07 Uhr
#710
und weil die Kommunisten in Berlin (SPD, Grüne, Linke) soviel erfolgreicher regieren als die CSU in Bayern müssen die Bayern ungefähr den gesamten Länderfinanzausgleich für Berlin bezahlen?


Das ist ein typisches Totschlagargument. Kommt meinst von Leuten die die Mechanismen dieses Ausgleiches nicht verstehen. Der Länderfinanzausgleich hat auch nur bedingt etwas mit wirtschaftlicher Stärke zu tun.

Und Kommunisten kann ich in Berlin keine entdecken. Zumindest nicht in der Regierung.

Aber natürlich steht Bayern wirtschaftlich besser da als Berlin. Nur hat Berlin eine ganz andere Geschichte. Und aktuell sehen die wirtschaftlichen Entwicklungsdaten für die Zukunft auch ganz gut aus.

Um es noch mal zu Wiederholen: Im Gegensatz zur Bundespolitik haben die Länder nur sehr geringen Einfluss. Und den Einfluss den Sie haben geht meist über Steuer-Dumping und Infrastruktur-Lobbyismus im Bund. Es liegt nicht an der Wirtschaftskompetenz von SPD-Regierungen.

Zum dem Thema Wirtschaftskompetenz von Politikern hier auch ein aktueller Artikel mit guten Argumenten:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/wirtschaftskompetenz-das-grosse-missverstaendnis-a-1249881.html
Beitrag 701 bis 710 von 711 Beiträgen