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Forum » "Lügenpresse"

Beitrag 1 bis 10 von 336 Beiträgen
Trader

"Lügenpresse"

Von Trader am 21.01.2016, 13:34 Uhr
#1
Ich eröffne mal einen neuen Blog mit dem Unwort des Jahres 2014.
Mich wundern die teilweise dramatischen Rückgänge bei bestimmten Medien übrigens nicht!

https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2016/bild-faz-und-co-verzeichnen-dramatische-auflageverluste/
Adagio

RE:

Von Adagio am 21.01.2016, 18:34 Uhr
#2
Es gibt genügend Beispiele für stark tendenziöse, bewusst weglassende, einseitige und dreist falsche Berichterstattung. Leider ist an dem Begriff etwas dran. In der Breite ist für mich die tendenziöse Art der Berichterstattung das schlimmste, weil sie die Einstellungen vieler Leute beeinflusst.
Ein Beispiel: Unter Journalisten gilt es als Common Sense die AfD als Partei zu thematisieren, die man bekämpfen müsse oder für die es einen wie auch immer besonderen Umgang brauche. Das zeigt sich in Fragen an andere Politiker oder Experten und läuft immer so ab: "Welche Strategie haben sie, um ein weiteres Erstarken des rechten Randes zu verhindern?" Oder: "Wie wollen sie mit fremdenfeindlichen und rechtspopulistischen Bewegungen und Parteien wie AfD und Pegida umgehen. Ignorieren oder Auseinandersetzen?"

Der Tenor ist also eindeutig tendenziös und richtet sich gegen die AfD als eine unehrenhafte Partei, die wie ein Fremdkörper bewertet wird, den man so schnell wie möglich loswerden müsse. Für mich ist das ein skandalöser, den Pluralismus in einer Gesellschaft unterlaufender Vorgang. Hier denke ich oft an den Begriff "Lügenpresse".
Trader

RE:

Von Trader am 21.01.2016, 19:23 Uhr
#3
Mir fallen hierzu folgende schönen Zitate von sehr berühmten Menschen ein:
“Man kann alle Menschen für einige Zeit belügen. Einige Menschen kann man auch für alle Zeit belügen. Aber man kann nicht alle Menschen für alle Zeit belügen”
Abraham Lincoln

“Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist.”
Alfred Polgar

“Jede Wahrheit durchläuft drei Stufen: Erst erscheint sie lächerlich, dann wird sie bekämpft, schließlich ist sie selbstverständlich.”
Arthur Schopenhauer

“Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!”
Bertolt Brecht

“Wenn man aufrichtig nach der Wahrheit sucht, muss man sich über moralische Bedenken hinwegsetzen; wir können ja nicht im Vorhinein wissen, ob sich die Wahrheit als etwas erweisen wird, was die betreffende Gesellschaft für erbaulich hält.”
Bertrand Russell
FWHH

RE:

Von FWHH am 21.01.2016, 19:24 Uhr
#4
Es gibt genügend Beispiele für stark tendenziöse, bewusst weglassende, einseitige und dreist falsche Berichterstattung. Leider ist an dem Begriff etwas dran. In der Breite ist für mich die tendenziöse Art der Berichterstattung das schlimmste, weil sie die Einstellungen vieler Leute beeinflusst.
Ein Beispiel: Unter Journalisten gilt es als Common Sense die AfD als Partei zu thematisieren, die man bekämpfen müsse oder für die es einen wie auch immer besonderen Umgang brauche. Das zeigt sich in Fragen an andere Politiker oder Experten und läuft immer so ab: "Welche Strategie haben sie, um ein weiteres Erstarken des rechten Randes zu verhindern?" Oder: "Wie wollen sie mit fremdenfeindlichen und rechtspopulistischen Bewegungen und Parteien wie AfD und Pegida umgehen. Ignorieren oder Auseinandersetzen?"

Der Tenor ist also eindeutig tendenziös und richtet sich gegen die AfD als eine unehrenhafte Partei, die wie ein Fremdkörper bewertet wird, den man so schnell wie möglich loswerden müsse. Für mich ist das ein skandalöser, den Pluralismus in einer Gesellschaft unterlaufender Vorgang. Hier denke ich oft an den Begriff "Lügenpresse".


Die AFD als rechtspopulistische Partei ist politisch gesehen durchaus unehrenhaft. Schauen Sie sich nur an, was die AFD-Abgeordneten in der Hamburger Bürgerschaft leisten: nichts!

Lügenpresse ist für mich nach wie vor eine ganz schlimme Verunglimpfung eines gesamtes Berufstandes. Eine Verunglimpfung, die denjenigen, die dieses Unwort verwenden jede mühsame argumentation abnehmen: "In der Zeitung A hat Fakt B gestanden" - "na und, ist eh nur "Lügenpresse", wen interessieren da die Fakten...".

Mich macht der Begriff auch wütend, eben gerade weil wir eine vielseitige Medienlandschaft haben, die alle Standpunkte, die nicht extremistisch sind, auch durchaus darstellt.

Und: oft kann man die Leute, die "Lügenpresse" schreien oder schreiben, sofort entlarven, weil sie sich dann früher oder später doch auf einen genehmen Bericht aus Zeitung A oder Fernsehsender B beziehen, nur weil es gerade ins Konzept paßt und das eigene abstruse Weltbild "bestätigt".

Im übrigen wundert es mich, wie wenig thematisiert wurde, dass eine Frau Petry von der AFD z.B. bei Plaßberg ganz offensichtlich wissentlich die Unwahrheit behauptet hat:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/frauke-petry-afd-chefin-der-luege-ueberfuehrt/12742166.html

Wenn die Medien also "Lügenpresse" genannt werden dürften, wie würde man dann Frauke Petry am besten nennen? ;-)

Adagio

RE:

Von Adagio am 21.01.2016, 19:39 Uhr
#5
Es gibt genügend Beispiele für stark tendenziöse, bewusst weglassende, einseitige und dreist falsche Berichterstattung. Leider ist an dem Begriff etwas dran. In der Breite ist für mich die tendenziöse Art der Berichterstattung das schlimmste, weil sie die Einstellungen vieler Leute beeinflusst.
Ein Beispiel: Unter Journalisten gilt es als Common Sense die AfD als Partei zu thematisieren, die man bekämpfen müsse oder für die es einen wie auch immer besonderen Umgang brauche. Das zeigt sich in Fragen an andere Politiker oder Experten und läuft immer so ab: "Welche Strategie haben sie, um ein weiteres Erstarken des rechten Randes zu verhindern?" Oder: "Wie wollen sie mit fremdenfeindlichen und rechtspopulistischen Bewegungen und Parteien wie AfD und Pegida umgehen. Ignorieren oder Auseinandersetzen?"

Der Tenor ist also eindeutig tendenziös und richtet sich gegen die AfD als eine unehrenhafte Partei, die wie ein Fremdkörper bewertet wird, den man so schnell wie möglich loswerden müsse. Für mich ist das ein skandalöser, den Pluralismus in einer Gesellschaft unterlaufender Vorgang. Hier denke ich oft an den Begriff "Lügenpresse".


Die AFD als rechtspopulistische Partei ist politisch gesehen durchaus unehrenhaft. Schauen Sie sich nur an, was die AFD-Abgeordneten in der Hamburger Bürgerschaft leisten: nichts!

Lügenpresse ist für mich nach wie vor eine ganz schlimme Verunglimpfung eines gesamtes Berufstandes. Eine Verunglimpfung, die denjenigen, die dieses Unwort verwenden jede mühsame argumentation abnehmen: "In der Zeitung A hat Fakt B gestanden" - "na und, ist eh nur "Lügenpresse", wen interessieren da die Fakten...".

Mich macht der Begriff auch wütend, eben gerade weil wir eine vielseitige Medienlandschaft haben, die alle Standpunkte, die nicht extremistisch sind, auch durchaus darstellt.

Und: oft kann man die Leute, die "Lügenpresse" schreien oder schreiben, sofort entlarven, weil sie sich dann früher oder später doch auf einen genehmen Bericht aus Zeitung A oder Fernsehsender B beziehen, nur weil es gerade ins Konzept paßt und das eigene abstruse Weltbild "bestätigt".

Im übrigen wundert es mich, wie wenig thematisiert wurde, dass eine Frau Petry von der AFD z.B. bei Plaßberg ganz offensichtlich wissentlich die Unwahrheit behauptet hat:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/frauke-petry-afd-chefin-der-luege-ueberfuehrt/12742166.html

Wenn die Medien also "Lügenpresse" genannt werden dürften, wie würde man dann Frauke Petry am besten nennen? ;-)

Überzeugt mich nicht. Ich finde Parteien, die unbegrenzte Aufnahme von Flüchtlingen praktizieren nicht ehrenhaft und schädlich für unser Land. Das ist also alles relativ. Der Journalistensprech über die AfD ist einfach nur einseitig moralisch abgehoben.

Können Sie belegen, dass die AfD Fraktion in Hamburg nichts macht? Worauf stützen Sie sich hier?
Trader

RE:

Von Trader am 21.01.2016, 19:56 Uhr
#6
@FWHH
Frauke Petry jetzt irgendwie mit Lügenpresse zu vergleichen ist schon etwas sehr suspekt.
Jeden Menschen passieren Fehler und auch mal Verwechslungen, besonders auch in Talkshows. Dazu gibt es ja hinterher den Faktencheck. (Frau Merkel hat auch schon mal Brutto mit Netto verwechselt...:)

Wichtig ist jedoch, dass man eine Verwechslung richtigstellt und zwar öffentlich für jeden ersichtlich.

http://afdsachsen.de/index.php?ct=detail&part=presse&ID=1355


Gegendarstellungen von Zeitungen findet man übrigens oftmals nur auf Seite 5 oder Seite 6 ganz unten links oder unten rechts.
Das ist doch auch irgendwie merkwürdig. Warum bringt man die nicht auf Seite 1 ganz oben und in der Mitte, wo es jeder Leser sofort im Blick hat?
Trader

RE:

Von Trader am 21.01.2016, 20:10 Uhr
#7
Ein etwas umfangreicher Bericht zu den dramatischen Verlusten von bestimmten Zeitungen.
http://meedia.de/2016/01/20/ivw-blitz-analyse-zeitungen-bild-verliert-12-welt-14-handelsblatt-und-taz-gewinnen-dank-epaper-abos/
FWHH

RE:

Von FWHH am 21.01.2016, 20:24 Uhr
#8
@FWHH
Frauke Petry jetzt irgendwie mit Lügenpresse zu vergleichen ist schon etwas sehr suspekt.
Jeden Menschen passieren Fehler und auch mal Verwechslungen, besonders auch in Talkshows. Dazu gibt es ja hinterher den Faktencheck. (Frau Merkel hat auch schon mal Brutto mit Netto verwechselt...:)

Wichtig ist jedoch, dass man eine Verwechslung richtigstellt und zwar öffentlich für jeden ersichtlich.

http://afdsachsen.de/index.php?ct=detail&part=presse&ID=1355


Gegendarstellungen von Zeitungen findet man übrigens oftmals nur auf Seite 5 oder Seite 6 ganz unten links oder unten rechts.
Das ist doch auch irgendwie merkwürdig. Warum bringt man die nicht auf Seite 1 ganz oben und in der Mitte, wo es jeder Leser sofort im Blick hat?


Ich vergleiche Frau Petry nicht mit der "Lügenpresse" sondern wollte nur darstellen, dass diese Frau mit ihren Vorwürfen gegenüber den Medien besser ganz kleine Brötchen backt...
FWHH

RE:

Von FWHH am 21.01.2016, 20:28 Uhr
#9
Es gibt genügend Beispiele für stark tendenziöse, bewusst weglassende, einseitige und dreist falsche Berichterstattung. Leider ist an dem Begriff etwas dran. In der Breite ist für mich die tendenziöse Art der Berichterstattung das schlimmste, weil sie die Einstellungen vieler Leute beeinflusst.
Ein Beispiel: Unter Journalisten gilt es als Common Sense die AfD als Partei zu thematisieren, die man bekämpfen müsse oder für die es einen wie auch immer besonderen Umgang brauche. Das zeigt sich in Fragen an andere Politiker oder Experten und läuft immer so ab: "Welche Strategie haben sie, um ein weiteres Erstarken des rechten Randes zu verhindern?" Oder: "Wie wollen sie mit fremdenfeindlichen und rechtspopulistischen Bewegungen und Parteien wie AfD und Pegida umgehen. Ignorieren oder Auseinandersetzen?"

Der Tenor ist also eindeutig tendenziös und richtet sich gegen die AfD als eine unehrenhafte Partei, die wie ein Fremdkörper bewertet wird, den man so schnell wie möglich loswerden müsse. Für mich ist das ein skandalöser, den Pluralismus in einer Gesellschaft unterlaufender Vorgang. Hier denke ich oft an den Begriff "Lügenpresse".


Die AFD als rechtspopulistische Partei ist politisch gesehen durchaus unehrenhaft. Schauen Sie sich nur an, was die AFD-Abgeordneten in der Hamburger Bürgerschaft leisten: nichts!

Lügenpresse ist für mich nach wie vor eine ganz schlimme Verunglimpfung eines gesamtes Berufstandes. Eine Verunglimpfung, die denjenigen, die dieses Unwort verwenden jede mühsame argumentation abnehmen: "In der Zeitung A hat Fakt B gestanden" - "na und, ist eh nur "Lügenpresse", wen interessieren da die Fakten...".

Mich macht der Begriff auch wütend, eben gerade weil wir eine vielseitige Medienlandschaft haben, die alle Standpunkte, die nicht extremistisch sind, auch durchaus darstellt.

Und: oft kann man die Leute, die "Lügenpresse" schreien oder schreiben, sofort entlarven, weil sie sich dann früher oder später doch auf einen genehmen Bericht aus Zeitung A oder Fernsehsender B beziehen, nur weil es gerade ins Konzept paßt und das eigene abstruse Weltbild "bestätigt".

Im übrigen wundert es mich, wie wenig thematisiert wurde, dass eine Frau Petry von der AFD z.B. bei Plaßberg ganz offensichtlich wissentlich die Unwahrheit behauptet hat:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/frauke-petry-afd-chefin-der-luege-ueberfuehrt/12742166.html

Wenn die Medien also "Lügenpresse" genannt werden dürften, wie würde man dann Frauke Petry am besten nennen? ;-)

Überzeugt mich nicht. Ich finde Parteien, die unbegrenzte Aufnahme von Flüchtlingen praktizieren nicht ehrenhaft und schädlich für unser Land. Das ist also alles relativ. Der Journalistensprech über die AfD ist einfach nur einseitig moralisch abgehoben.

Können Sie belegen, dass die AfD Fraktion in Hamburg nichts macht? Worauf stützen Sie sich hier?

Ich stütze mich auf Artikel wie diesen:
http://www.abendblatt.de/hamburg/article206916597/Auszeit-in-Kalifornien-und-das-bei-vollen-Diaeten.html

Trader

RE:

Von Trader am 21.01.2016, 20:51 Uhr
#10
[/blockquote]
Ich stütze mich auf Artikel wie diesen:
http://www.abendblatt.de/hamburg/article206916597/Auszeit-in-Kalifornien-und-das-bei-vollen-Diaeten.html
[/blockquote]

In der AfD gab es schon mal so einen Fall. Das war der Europaabgeordnete Hans-Olaf Henkel, der lieber im Amazonas rumschipperte, als seiner Arbeit im EU-Parlament zu erledigen.
Kruse ist ein "Überbleibsel" von Lucke und Alfa Symphatisant. Er sollte aus der AfD austreten und zu seinem Guro Lucke gehen.
Ich könnte mir vorstellen, dass Kruse "noch einen Auftrag" hat, die AfD zu schaden. Leider muß man wohl bis zu den nächsten Wahlen warten, bis Kruse abgewählt werden kann.
Nur wegen dem Kruse aber zu unterstellen, dass die AfD Fraktion in Hamburg nichts macht, ist allerdings sehr an den Haaren herbeigezogen und wenn sie selber nachdenken, ist es sogar haltlos.
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