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Forum » Zukunft der Eurozone

Beitrag 1 bis 10 von 22 Beiträgen
Wegweiser

Zukunft der Eurozone

Von Wegweiser am 06.10.2016, 15:41 Uhr
#1
Der Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz glaubt, dass die Eurzone in ihrer heutigen Form keine Zukunft haben wird:
" Nach Einschätzung von Nobelpreisträger Stiglitz hat die Eurozone in der jetzigen Form keine Zukunft. Nur durch eine Auflösung der Gemeinschaftwährung oder eine Spaltung in einen Nord- und Süd-Euro könne die lahmende Wirtschaft wieder in Schwung gebracht werden, sagte er der "Welt". [...] Als Negativbeispiel nannte Stiglitz Italien. "Wenn ich mich mit Italienern unterhalte, spüre ich, dass die Menschen dort zunehmend enttäuscht sind vom Euro." Auch Wissenschaftlern und führenden Politikern des Landes werde immer klarer, "dass Italien im Euro nicht funktioniert. Das ist für die Italiener emotional wirklich schwierig, und sie haben sich lange geweigert, diese Einsicht zu akzeptieren." "


http://www.tagesschau.de/wirtschaft/stiglitz-101.html


Das bestätigt das, was ich immer schon gesagt habe. Gut, das auch einmal von einem ausgewiesenen Fachmann zu hören. Die Politik (insbesondere eine gewisse Merkel) sollte aufhören die Augen vor dem Unausweichlichen zu schließen und endlich die Maßnahmen setzen um zu verhindern das die Eurozone (und damit Deutschland und Europa) an die Wand gefahren werden.
Linker_Trollalarm

RE: Zukunft der Eurozone

Von Linker_Trollalarm am 06.10.2016, 17:24 Uhr
#2
Der Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz glaubt, dass die Eurzone in ihrer heutigen Form keine Zukunft haben wird:


Ich bin in diesem Fall vorsichtiger und vertraue Politikern, nicht Wirtschaftsnobelpreisträgern.

Nicht alles was ökonomisch möglich ist, ist politisch machbar. Oder in der Realität gar praktikabel.

Am eigenen Schreibtisch oder auf der Luftmatratze schaut alles anders aus wie als Steuermann im Unwetter auf Hoher See.

Wer den Euro hat, scheint aus dieser Falle (ist sie für einige Südländer) nicht mehr rauszukommen.

Hätte man früher bedenken müssen, da war aber von den Nobelpreisträgern nichts zu hören.
Trader

RE: Zukunft der Eurozone

Von Trader am 06.10.2016, 17:43 Uhr
#3
Man muss nicht unbedingt ein Wirtschaftsnobelpreisträger sein, um zu wissen, das der EUR so nicht funktionieren kann.
Prof. Hankel hat mit den Professoren Wilhelm Nölling, Joachim Starbatty und Karl Albrecht Schachtschneider 1997 Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen den Vertrag von Amsterdam zur Einführung des Euro eingereicht, die jedoch nicht erfolgreich war.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Hankel

Auch der berühmte Vermögensverwalter Felix Zulauf aus der Schweiz, hat viele Analysen geschrieben, weshalb der EUR nicht funktioniert und zum Scheitern verurteilt ist.

Kein Land haftet für die Schulden eines anderen, hat man bei der EUR- Einführung den Bürgern versprochen. Doch was ist bloß daraus geworden? Alles Lügen, denn man hat sich nicht daran gehalten.
Ohne die ganzen Rettungsschirme und die wahnsinnige EZB Politik, wäre der EUR schon längst gescheitert. Der Schaden für die dt. Steuerzahler wird von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr größer. Es ist ein Drama!
Linker_Trollalarm

RE: Zukunft der Eurozone

Von Linker_Trollalarm am 06.10.2016, 17:45 Uhr
#4
Kein Land haftet für die Schulden eines anderen, hat man bei der EUR- Einführung den Bürgern versprochen. Doch was ist bloß daraus geworden? Alles Lügen, denn man hat sich nicht daran gehalten.
Ohne die ganzen Rettungsschirme und die wahnsinnige EZB Politik, wäre der EUR schon längst gescheitert. Der Schaden für die dt. Steuerzahler wird von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr größer. Es ist ein Drama!


Das bestreite ich doch überhaupt nicht.
Die verantwortlichen Politiker sind längst nicht mehr im Amt und waschen ihre Hände in Unschuld.
Der mündige Staatsbürger kann sich höchstens rächen, indem er deren Parteien nicht wählt.

Nach meiner Erfahrung sind die Staatsbürger aber sehr vergesslich.
Wegweiser

RE: Zukunft der Eurozone

Von Wegweiser am 06.10.2016, 18:13 Uhr
#5
Ich bin in diesem Fall vorsichtiger und vertraue Politikern, nicht Wirtschaftsnobelpreisträgern.

Nicht alles was ökonomisch möglich ist, ist politisch machbar. Oder in der Realität gar praktikabel.

Machen Sie Witze? Wenn es eine Berufsgruppe gibt, zu der ich am wenigsten Vertrauen haben, dann sind das Politiker, egal welcher Colour. Ich Grunde genommen ein Vertrauen von 0,0.
isabell

RE: Zukunft der Eurozone

Von isabell am 06.10.2016, 18:39 Uhr
#6
Wirtschaftlich hat Deutschland enorm vom Euro profitiert und riesige Exportgewinne eingefahren. Mit der DM wäre es in dem Umfang nicht möglich gewesen,weil die Preise dann teurer gewesen wären.
Unter dem Strich hat selbst der Steuerzahler wenig verloren,weil unsere Bürgschaften bisher nicht fällig geworden sind.Wer hat denn die Gewinne eingestrichen?Das waren hauptsächlich die Unternehmer.Ihren Arbeitnehmern haben sie 15 Jahren kaum reale Lohnerhöhungen gezahlt,um die Konkurrenz,die sich wie Frankreich an europäische Standards gehalten hat,zu überflügeln.In den letzten Jahren verdient auch der Staat mit,weil die Zinspolitik der EZB es zuläßt,dass die Staatsanleihen stark verbilligt werden können.Schäubles schwarze Null ist kein Kunststück,auch wenn er es anders darstellt.
Ein Teil der Krise liegt also in der wirtschaftlichen Dominanz Deutschlands.Mit der Folge,dass viele europäische Partner bei uns hoch verschuldet sind.
Linker_Trollalarm

RE: Zukunft der Eurozone

Von Linker_Trollalarm am 06.10.2016, 19:19 Uhr
#7
Wirtschaftlich hat Deutschland enorm vom Euro profitiert und riesige Exportgewinne eingefahren. Mit der DM wäre es in dem Umfang nicht möglich gewesen,weil die Preise dann teurer gewesen wären.
Unter dem Strich hat selbst der Steuerzahler wenig verloren,weil unsere Bürgschaften bisher nicht fällig geworden sind.Wer hat denn die Gewinne eingestrichen?Das waren hauptsächlich die Unternehmer.Ihren Arbeitnehmern haben sie 15 Jahren kaum reale Lohnerhöhungen gezahlt,um die Konkurrenz,die sich wie Frankreich an europäische Standards gehalten hat,zu überflügeln.In den letzten Jahren verdient auch der Staat mit,weil die Zinspolitik der EZB es zuläßt,dass die Staatsanleihen stark verbilligt werden können.Schäubles schwarze Null ist kein Kunststück,auch wenn er es anders darstellt.
Ein Teil der Krise liegt also in der wirtschaftlichen Dominanz Deutschlands.Mit der Folge,dass viele europäische Partner bei uns hoch verschuldet sind.


Das ist eine glänzende Analyse, und ich verstehe überhaupt nicht, warum sich Deutsche über den Euro aufregen.

Er ist die Erklärung für die extreme wirtschaftliche (und damit politische) Dominanz Deutschlands und für den einigermaßen soliden Staatshaushalt -
und das trotz der aberwitzigen Summen, die man im letzten Vierteljahrhundert in den vom Kommunismus ökonomisch vollkommen an die Wand gefahrenen Osten investieren musste und immer noch investiert.
Linker_Trollalarm

RE: Zukunft der Eurozone

Von Linker_Trollalarm am 06.10.2016, 19:25 Uhr
#8
Machen Sie Witze? Wenn es eine Berufsgruppe gibt, zu der ich am wenigsten Vertrauen haben, dann sind das Politiker, egal welcher Colour. Ich Grunde genommen ein Vertrauen von 0,0.


Nein, ich mache keine Witze.

Ich bin überzeugt, dass es zu einer politischen und ökonomischen Katastrophe käme, wenn man die Forderungen von Leuten wie Stiglitz oder Krugman umsetzen würde.

Ich bin bekanntermaßen nicht für die Pflichtverteidigung von Angela Merkel zuständig, aber ich bin froh, dass sie entscheidet und nicht irgendwelche praxisfernen Theoretiker.

Wenn man die Forderungen dieser Leute auf ihre Praktikabilität abklopft, erkennt man doch relativ rasch, dass diese nur in einer Diktatur durchsetzbar wären, von den Risken gar nicht zu reden.
Wegweiser

RE: Zukunft der Eurozone

Von Wegweiser am 06.10.2016, 19:27 Uhr
#9
Das ist eine glänzende Analyse, und ich verstehe überhaupt nicht, warum sich Deutsche über den Euro aufregen.

Ganz einfach, weil er Europa zerstört, das würden Sie erkennen wenn Sie über den deutschen Tellerrand hinausschauen würden.
Er ist die Erklärung für die extreme wirtschaftliche (und damit politische) Dominanz Deutschlands und für den einigermaßen soliden Staatshaushalt

Das eine Dominanz Deutschlands nicht gut für Europa ist, weiß jeder seit Hitler (auch nicht für Deutschland).
Linker_Trollalarm

RE: Zukunft der Eurozone

Von Linker_Trollalarm am 06.10.2016, 19:42 Uhr
#10
Das eine Dominanz Deutschlands nicht gut für Europa ist, weiß jeder seit Hitler (auch nicht für Deutschland).


Meines Erachtens ist es eine Dominanz wider Willen.

Deutschland muss diese Rolle nicht zuletzt aufgrund der Unfähigkeit der anderen Staaten spielen.
Beitrag 1 bis 10 von 22 Beiträgen