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Forum » Martin Schulz

Beitrag 231 bis 239 von 239 Beiträgen
Hamburger

RE: Martin Schulz

Von Hamburger am 16.09.2017, 00:52 Uhr
#231
Es gibt meines Erachtens genau einen Weg, um die AfD aus den Parlamenten herauszuhalten: Die anderen Parteien müssen ihre wesentlichen Forderungen (Euro, Zuwanderung, Islam) übernehmen. Solange das nicht passiert, wird man die Partei nicht kleinhalten können.


Genauso ist es. Probleme muss man lösen, verschweigen bringt nichts.
Die AfD wird keineswegs besonders groß werden.


Richtig, bei dieser Wahl wird sie NOCH nicht groß werden. Wenn die Probleme aber nicht angegangen werden und Merkel vielleicht in 4 Jahren nicht mehr antritt, also als Mobilisierungsfaktor für die Union wegfällt, könnte es anders aussehen. Natürlich weiß kein Mensch, wie die Situation in 4 Jahren ist und ob sich die AfD bis dahin nicht auch selbst zerfleischt hat, aber sie hat zumindest mal gute Chancen sich im politischen System zu etablieren.
Linker_Trollalarm

RE: Martin Schulz

Von Linker_Trollalarm am 16.09.2017, 10:59 Uhr
#232
Richtig, bei dieser Wahl wird sie NOCH nicht groß werden. Wenn die Probleme aber nicht angegangen werden und Merkel vielleicht in 4 Jahren nicht mehr antritt, also als Mobilisierungsfaktor für die Union wegfällt, könnte es anders aussehen. Natürlich weiß kein Mensch, wie die Situation in 4 Jahren ist und ob sich die AfD bis dahin nicht auch selbst zerfleischt hat, aber sie hat zumindest mal gute Chancen sich im politischen System zu etablieren.


Sehe ich genauso.
Die AfD ist brandgefährlich; nicht auszudenken, was passiert, wenn einmal Merkel abtritt.
Was den Rechten fehlt, ist eine charismatische FührerInnengestalt. Das aktuelle Personal ist fürchterlich.
Krauty

RE: Martin Schulz

Von Krauty am 16.09.2017, 11:08 Uhr
#233
Die AfD ist brandgefährlich

Warum? AfD-Wähler würden sagen, dass weitere vier Jahre Merkel gefährlich für das Land sind und alleine eine starke AfD das Land wieder auf den richtigen Weg bringen kann.
Linker_Trollalarm

RE: Martin Schulz

Von Linker_Trollalarm am 16.09.2017, 11:22 Uhr
#234
Die AfD ist brandgefährlich

Warum? AfD-Wähler würden sagen, dass weitere vier Jahre Merkel gefährlich für das Land sind und alleine eine starke AfD das Land wieder auf den richtigen Weg bringen kann.


Das war auf Revolutz gemünzt, der sie fahrlässig unterschätzt.

Der deutsche Sonderweg, einen weiten Bogen um rechtspopulistische Parteien zu machen, geht zu Ende.
Das Potential ist m. E. so groß wie in anderen europäischen Ländern.
Krauty

RE: Martin Schulz

Von Krauty am 16.09.2017, 11:34 Uhr
#235
Der deutsche Sonderweg, einen weiten Bogen um rechtspopulistische Parteien zu machen, geht zu Ende.
Das Potential ist m. E. so groß wie in anderen europäischen Ländern.

Also ich sehe es so: Es ist generell wichtig, dafür zu sorgen, dass sich die Geschehnisse ab 1933 nicht wiederholen. Faschismus ist abzulehnen. Aber die heutigen rechtspopulistischen Parteien bringen wichtige Themen aufs Tablett, die, vielleicht aus Angst vor einem neuen 1933, von anderen Parteien ignoriert werden.

Übrigens ist es erstaunlich, dass es in Ö viel früher als in D eine starke Rechte gab. Ist nicht Ö im Prinzip genauso mitverantwortlich für die Verbrechen wie D?
Linker_Trollalarm

RE: Martin Schulz

Von Linker_Trollalarm am 16.09.2017, 11:48 Uhr
#236
Also ich sehe es so: Es ist generell wichtig, dafür zu sorgen, dass sich die Geschehnisse ab 1933 nicht wiederholen. Faschismus ist abzulehnen. Aber die heutigen rechtspopulistischen Parteien bringen wichtige Themen aufs Tablett, die, vielleicht aus Angst vor einem neuen 1933, von anderen Parteien ignoriert werden.

Übrigens ist es erstaunlich, dass es in Ö viel früher als in D eine starke Rechte gab. Ist nicht Ö im Prinzip genauso mitverantwortlich für die Verbrechen wie D?


Viele Jahrzehnte hat man so getan, als wäre man das erste Opfer Hitlers geworden. Österreich entwickelte es sozusagen zu einer wahren Meisterschaft, aus Hitler einen Deutschen und aus Beethoven einen Österreicher zu machen.

Und dann darf man nicht vergessen, dass es von 1945-1966, von 1986-1999 und von 2006 bis aktuell immer eine GroKo gab. Die Leute konnten wählen was sie wollten, es blieben die selben Parteien in der Regierung.

Das fördert den Unmut, und Deutschland muss einfach daraus lernen.
Krauty

RE: Martin Schulz

Von Krauty am 16.09.2017, 12:01 Uhr
#237
Das fördert den Unmut, und Deutschland muss einfach daraus lernen.

Ich bin sehr gespannt, ob man jetzt Jamaika ernsthaft versuchen wird. Jüngst haben sich FDP und Grüne eher davon abgesetzt, aber das kann natürlich reiner Wahlkampf sein.

Ein konkretes Problem in D ist, dass Frau Merkel im Moment de facto alternativlos ist. Es wäre sinnvoll, die Amtszeit der Bundeskanzler auf acht Jahre zu beschränken.
Linker_Trollalarm

RE: Martin Schulz

Von Linker_Trollalarm am 17.09.2017, 19:32 Uhr
#238
Eine sehr gute Darstellung zu Hypes im Sport und in der Politik liefert meines Erachtens
http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/5287237/Das-KollerExempel-oder_Maximal-haltbar-bis-zum-Ende-des-Hypes
Krauty

RE: Martin Schulz

Von Krauty am 18.09.2017, 01:02 Uhr
#239
Schulz scheitert an seiner eigenen Hybris

Er muss siegesgewiss wirken, sonst hat er noch weniger Chancen. Das Problem ist eher, dass er Merkel zu wenig angreift, weil er inhaltlich bei vielen Punkten auf ihrer Linie ist. Würde er einen AfD-Kurs fahren, hätte er gute Chancen, Kanzler zu werden.

In Teilen wird meine hier ausgeführte Meinung von diesem taz-Interview bestätigt:
http://taz.de/Soziologe-Heinz-Bude-ueber-Wahlkampf/!5447200/
Ich war im Norden von Dortmund, einem der schwierigsten Stadtbezirke Deutschlands. Mit Schulen, in denen die Eltern fast zu 100 Prozent Hartz-IV-Empfänger sind. Ein Viertel mit vielen neuen Zuwanderern, aus Bulgarien und Rumänien etwa. Irgendwie fühlt man dort, dass die Grünen überhaupt nicht verstehen, was gerade los ist.
Wir werden auf lange Zeit eine Migrationsbevölkerung in der deutschen Gesellschaft haben, die als solche zu erkennen ist. Die wird nicht einfach von der dynamischen Entwicklung auf den Arbeitsmärkten aufgesogen. Deshalb fragen die Leute: Was müssen wir eigentlich für Flüchtlinge und Vertriebene tun, die in den Städten auftauchen? Entwickeln sich Ban­lieues wie in Frankreich, die uns um die Ohren fliegen? Das wäre Stoff für Sozialdemokraten: zu erkennen geben, was Sache ist, deutlich machen, dass einen das nicht umhaut, und Vorschläge entwickeln, die nach vorne weisen.
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