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Forum » Pulse of Europe

Beitrag 1 bis 10 von 19 Beiträgen
FWHH

Pulse of Europe

Von FWHH am 12.03.2017, 20:50 Uhr
#1
Seit ein paar Wochen gibt es eine Deutschlandweite Gegenbewegung zu Pegida, AFD und anderen Rechtspopulisten: Pulse of Europe
http://pulseofeurope.eu/

Die Bürgerinitiative möchte an der Grundidee der Europäischen Union festhalten und glaubt an ihre Reformierbarkeit und Weiterentwicklung.

Heute waren es z.B. schon 5000 in Berlin

http://www.tagesspiegel.de/berlin/demonstrationen-in-berlin-der-puls-europas-schlaegt-auf-dem-gendarmenmarkt/19505782.html

etwa 3500 in Frankfurt (wo alles angefangen hat), ebenfalls über 1000 in Köln und es gab viele weitere Demos in weiteren deutschen und europäischen Städten.

Wenn man sich die Seite der Intiative und die Teilnehmer an den Demos ansieht, repräsentiert diese Bürgerinitiative tatsächlich mal die ganz normale, sonst schweigende, Bevölkerung.

Wegweiser

RE: Pulse of Europe

Von Wegweiser am 12.03.2017, 21:16 Uhr
#2
Ach, lieber FWHH, unterlassen Sie es doch, immer wieder gleich alle, die gegen eine europäische Einigung sind bzw. dieser kritisch gegeüber stehen, sofort als Rechtspopulisten oder gefärhliche Leute zu brandmarken. Es gibt hier eben unterschiedliche Sichtweisen und es ist doch alles legitim.
Wenn ich gerade gutmütig bin, so wie jetzt, und mich von meinen Emotionen leiten lasse, dann sage ich mir auch immer, ach, es ist doch eigentlich gar nicht schlecht wenn ganz Europa zusammenwächst, alle voneinander lernen und profitieren. Es gab ja auch tatsächlich viele Fortschritte und das die Länder und Menschen immer näher zusammengerückt sind, ist grundsätzlich gut.


Dann schaltet sich aber mein Hirn ein und stellt fest, dass es eben so wie es jetzt ist nicht weitergehen kann. Die EU präsentiert sich momentan in einem schlechten Zustand, es wurden massenhaft Regeln und Verträge gebrochen, was das Vertrauen erschüttert hat. Was es braucht sind Reformen. Und da gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Wir gehen wieder zurück zur ursprünglichen Wirtschaftsgemeinschaft, lösen das Europäische Parlament auf (das eh keine gescheiten Kompetenzen hat) und europaweit wird unter vertiefter Zusammenarbeit der nationalstaatlichen Regierungen und Parlamente agiert
2. Man schafft wirklich einen zentralen europäsichen Bundesstaat und wertet das europäische Parlament zu einem richtigen Parlament auf und schafft auch eine europäische Regierung und entmachtet die nationalstaatlichen Parlamente in entscheidenden Fragen.


Ich habe schon mehrfach gesagt, ich bin sehr skeptisch. Geschichtlich ist es eben so, dass sich Nationalstaaten gebildet haben und ich glaube die deutliche Mehrheit will keine Fremdbestimmung aus Brüssel und gerade wir Deutschen würden massiv zur Kasse gebeten werden, wenn wir einen quasi europäischen Länderfinanzausgleich finanzieren müssten und für die Schulden anderer Länder. Nein ich glaube, das hat keine Mehrheit. Möglicherweise ist das realistisch in einer baldigen Zukunft, und wie gesagt irgendwie finde ich die Idee an sich gar nicht so unsympathisch, aber momentan sehe ich weder Mehrheit noch sehe ich einen realistischen Reformvorschlag der meine Bedenken ausräumen würde.
FWHH

RE: Pulse of Europe

Von FWHH am 12.03.2017, 22:05 Uhr
#3
Ach, lieber FWHH, unterlassen Sie es doch, immer wieder gleich alle, die gegen eine europäische Einigung sind bzw. dieser kritisch gegeüber stehen, sofort als Rechtspopulisten oder gefärhliche Leute zu brandmarken.


Da bei uns Meinungsfreiheit herrscht, ist es erlaubt, Leute, die sich rechtspopulistisch äußern und benehmen, auch als solche zu bezeichnen. Da in der "AFD" auch noch Leute wie Höcke, Dörr, Gedeon oder Bystron u.v.a. sind, hätte ich auch noch ganz andere Adjektive verwenden können.
(http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Chronik-Rechtsextreme-Vorfaelle-in-der-AfD-2016,afd892.html)
Und gefährlich sind diese Leute in der Tat.

Und was die EU angeht, teile ich Ihre Meinung natürlich nicht. Gerade wir Deutschen brauchen die EU und den EU-Binnenmarkt. Wir brauchen keine Grenzen, die unsere Bewegungsfreiheit einschränken und keine unterschiedlichen Währungen. Die EU muß in einigen Bereichen reformiert werden. Blockaden durch einzelne Mitgliedstaaten, statt demokratische Mehrheitsentscheidungen sind auf Dauer unerträglich.
Wir brauchen auch nicht mehr Nationalstaatentum in Europa, denn genau das hat in der Vergangeneheit immer zu Kriegen geführt.
Ich denke (und hoffe), bei den Wahlen in Holland und Frankreich wird die Vernunft über die Unvernunft siegen und die EU wird uns erhalten bleiben.

Ich akzeptiere selbstverständlich als Demokrat andere Meinung, teile diese aber nicht.


Wegweiser

RE: Pulse of Europe

Von Wegweiser am 12.03.2017, 22:30 Uhr
#4
Ja klar ich glaube schon, dass wir die EU brauchen und auch den Binnenmarkt. Die Frage ist welche EU und welche Kompetenzen soll sie haben. Bei Ihnen höre ich heraus, dass Sie sich einen europäischen Bundesstaat wünschen und die Verlagerung nationalstaatlicher Kompetenzen auf diesen. Da habe ich erhebliche Bedenken gegen, da gerade dies zu viel mehr Problemen und auch zu Verteilungskonflikten führt und Spaltungenpotenziale zwischen den Nationen entstehen lässt.
Im Übrigen teile ich ihre These nicht, dass Nationalstaaten automatisch zu Kriegen führen würden. Wenn Sie sich die Landkarte Europas von 1900 anschauen, so gab es viel weniger Staaten und auch viele nicht Nationalstaaten darunter und es gab Kriege. Nehmen Sie nur das Beispiel Österreich-Ungarn, dies war ein Vielvölkerstaat mit vielen Nationen und es war ein Pulverfass, weil jeder seinen eigenen Staat wollte oder schauen Sie sich den Balkan an. Ich glaube, dass Bevormundungen einzelner Bevölkerungsgruppen oder Staaten oder das zentralistische Regieren von weit weg (in diesem Fall von Brüssel) viel mehr Konflikte schürt.
revolutz

RE: Pulse of Europe

Von revolutz am 13.03.2017, 09:31 Uhr
#5
Ich finde es erstmal hilfreich, dass sich nun jeden Sonntag EU-Befürworter sammeln, die klar der Rechtsentwicklung in Europa und einer Renaissance des Nationalstaatendenkens entgegentreten. Das wird ein ganz schlechtes Jahr für die Rechten in Europa.
rob567

RE: Pulse of Europe

Von rob567 am 13.03.2017, 09:34 Uhr
#6
Da in der "AFD" auch noch Leute wie Höcke, Dörr, Gedeon oder Bystron u.v.a. sind, hätte ich auch noch ganz andere Adjektive verwenden können.
(http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Chronik-Rechtsextreme-Vorfaelle-in-der-AfD-2016,afd892.html)

Was hat denn der Bystron angestellt?
Benzin5Euro

RE: Pulse of Europe

Von Benzin5Euro am 13.03.2017, 22:28 Uhr
#7
Ich finde es erstmal hilfreich, dass sich nun jeden Sonntag EU-Befürworter sammeln, die klar der Rechtsentwicklung in Europa und einer Renaissance des Nationalstaatendenkens entgegentreten. Das wird ein ganz schlechtes Jahr für die Rechten in Europa.

Besonders bitter wird es für die Niederländer werden.
Linker_Trollalarm

RE: Pulse of Europe

Von Linker_Trollalarm am 13.03.2017, 22:44 Uhr
#8
Besonders bitter wird es für die Niederländer werden.


Das werden wir übermorgen sehen.

Ich habe diesbezüglich ein sehr gutes Gefühl. Genauso übrigens in Bezug auf die neue Strenge des Wahlbörseteams. So schnell kann man gar nicht schauen, dass man wieder weg ist. Das geht so schnell wie der mitlaufende Zahlungsbetrag an der Tankstelle, falls der Liter Benzin fünf Euro kostet.
Benzin5Euro

RE: Pulse of Europe

Von Benzin5Euro am 14.03.2017, 12:25 Uhr
#9
Ich denke, dass solange die Pulseofeuropebewegung nicht mit den Linksfaschisten kooperiert alles in Ordnung ist. Linke Gewalt kann Europa nicht gebrauchen.
Linker_Trollalarm

RE: Pulse of Europe

Von Linker_Trollalarm am 14.03.2017, 15:42 Uhr
#10
Ich denke, dass solange die Pulseofeuropebewegung nicht mit den Linksfaschisten kooperiert alles in Ordnung ist. Linke Gewalt kann Europa nicht gebrauchen.


Es gibt ja gar keine Linksfaschisten, es gibt nur Linksextreme.
Beitrag 1 bis 10 von 19 Beiträgen