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Forum » Struktur der Gesellschafft und Auswirkungen auf die Politik

Beitrag 1 bis 10 von 22 Beiträgen
Hamburger

Struktur der Gesellschafft und Auswirkungen auf die Politik

Von Hamburger am 30.05.2017, 10:44 Uhr
#1
Die Veränderungen im Wählerverhalten gehen nicht nur auf die finanziell Abgehängten, sondern auch auf die zeitlich Abgehängten zurück: Der Mittelstand und insbesondere Familien werden von der Politik vernachlässigt, obwohl sie der Stützpfeiler der Gesellschaft sind. Das liegt auch an den Lebensläufen der politischen Entscheidungsträgern selbst:
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/mr-market/kinderlose-eliten-und-die-zeitlich-abgehaengten/
isabell

RE: Struktur der Gesellschafft und Auswirkungen auf die Politik

Von isabell am 13.06.2017, 14:43 Uhr
#2
Der neue OECD-Bericht warnt vor dem hohen Einkommensgefälle.Dabei ist die Ungleichheit beim Vermögen noch wesentlich höher.Wichtig ist auch der Hinweis,dass durch Automatisierung in den nächsten Jahren 9% der Arbeitsplätze weg fallen.Vermutlich sind es noch mehr.
Man hat in dem Bericht den für Deutschland kritischen Punkt vergessen,dass die Löhne und Einkommen hier in den letzten 20 Jahren real kaum gestiegen sind,jedenfalls deutlich geringer als sie nach der Richtlinie Inflation plus Produktivität hätten steigen können.Dafür ist Deutschland Exportweltmeister mit einem extremen Handelsüberschuss,mit dem die anderen EU-Staaten nicht klar kommen können.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-06/oecd-einkommensgefaelle-ungleichheit-gesellschaft-spaltung
rabilein1

RE: Struktur der Gesellschafft und Auswirkungen auf die Politik

Von rabilein1 am 13.06.2017, 14:46 Uhr
#3
Eines Tages werden (wir) alle abgehängt werden. Dann ist es wie in Afrika oder in Diktaturen: einige ganz ganz Wenige haben (fast) alles, und der dumme Rest kann sehen, wo er bleibt.
Vielleicht regelt sich auf diese Weise ja auch das Problem mit der Überbevölkerung der Erde. Bei einer Milliarde Menschen ist ein friedliches Zusammenleben eventuell möglich.. .
isabell

RE: Struktur der Gesellschafft und Auswirkungen auf die Politik

Von isabell am 13.06.2017, 15:11 Uhr
#4
So pessimistisch sollte man das nicht sehen,rabilein.
Wenn die Roboter uns die Arbeitsplätze streitig machen,können sich zwei Gruppen behaupten.Diejenigen,die billiger sind als Maschinen und diejenigen die hoch qualifizierte Arbeiten verrichten, die Roboter noch nicht können.
Aber es gibt dann genügend Geld für ein bedingungsloses Grundeinkommen.Wir müssen nur aufpassen,dass sich das Geld nicht bei Wenigen anhäuft.
Hamburger

RE: Struktur der Gesellschafft und Auswirkungen auf die Politik

Von Hamburger am 13.06.2017, 16:41 Uhr
#5
So pessimistisch sollte man das nicht sehen,rabilein.
Wenn die Roboter uns die Arbeitsplätze streitig machen,können sich zwei Gruppen behaupten.Diejenigen,die billiger sind als Maschinen und diejenigen die hoch qualifizierte Arbeiten verrichten, die Roboter noch nicht können.
Aber es gibt dann genügend Geld für ein bedingungsloses Grundeinkommen.Wir müssen nur aufpassen,dass sich das Geld nicht bei Wenigen anhäuft.



Im Großen und Ganzen sehe ich das auch so, allerdings nicht mit der Schlussfolgerung der letzten beiden Sätze. Auf absehbare Zeit wird es noch genügend Tätigkeiten geben, die Roboter nicht erledigen können. Außerdem werden neben dem Ersetzen mancher Arbeitsplätze auch neue geschaffen, bspw. bei der Entwicklung und Programmierung eben jener Roboter.

Wenn der langfristige Trend tatsächlich dahin gehen sollte, dass mehr Arbeitsplätze überflüssig als neu geschaffen werden, wäre das doch großartig. Wir könnten unseren Lebensstandard halten und wahrscheinlich sogar weiter ausbauen und gleichzeitig die von Menschen dafür aufzubringende Zeit und Energie reduzieren. Die Menschen müssten also für den selben Ertrag an Waren und Dienstleistungen weniger arbeiten.

Wenn sich dieser Trend tatsächlich bestätigen sollte, käme er aber trotzdem nicht in voller Ausprägung von heute auf morgen und 90% aller Arbeitnehmer säßen plötzlich auf der Straße. Solche Entwicklungen würden sich über Jahre und Jahrzehnte abzeichnen und genügend Zeit zum Handeln lassen. Dabei sollte z. B. auch darauf geachtet werden die neu gewonnene "Freizeit" fair zu verteilen, so dass nicht manche gar nicht mehr arbeiten können/wollen/dürfen und andere weiterhin >40 Stunden die Woche arbeiten.

Zur Vermögensverteilung sollte erwähnt werden, dass viele Bürger leider einen Großteil selbst dazu beitragen, von der Wertsteigerung der Unternehmen wenig bis nichts abzubekommen. Gerade in Zeiten von negativen Realzinsen (sehr niedrige Zinsen und mäßige Inflation) zeigt sich, dass mit Sparkonten, Tagesgeld, Festgeld, Bundesanleihen, etc. kein Blumentopf zu gewinnen ist. Die Beteiligung am Produktivkapital der Wirtschaft, am besten solide und international diversifizierte Großkonzerne, ist gerade langfristig betrachtet deutlich lukrativer. Im Klartext: Wer Geld für ein neues Iphone oder einen Neuwagen hat, sollte lieber Apple- oder Daimler-Aktien kaufen oder gleich in einen breit gestreuten Fond investieren.
rabilein1

RE: Struktur der Gesellschafft und Auswirkungen auf die Politik

Von rabilein1 am 13.06.2017, 17:26 Uhr
#6
Natürlich sollte man nicht pessimistisch sein. Vor allem gibt es sehr unterschiedliche Sichtweisen, und vor allem sehr unterschiedliche Empfindungen:
Wenn ich mit geschlossenen Augen durch die Welt gehen würde und nur mich selbst und meine unmittelbare Umgebung betrachte, dann wäre alles in Ordnung (naja, vielleicht bis auf die paar Bettler, die auf der Straße sitzen; das gab es vor 20 Jahren nicht in Deutschland).

Wenn man dagegen Nachrichten hört und Bücher liest, dann sieht die Welt 100%ig anders aus. Man kann glauben, was man da hört und sieht, oder auch nicht. Papier ist geduldig - aber einige Bücher zeichnen die Apokalypse - und demnach dauert es nicht mehr allzu lange, bis es für viele (den Mittelstand) den Bach runter geht.
ibex44

RE: Struktur der Gesellschafft und Auswirkungen auf die Politik

Von ibex44 am 26.06.2017, 11:47 Uhr
#7
ein Beispiel wie die Zensur schleichend eingeführt wird:
http://blogs.faz.net/deus/2017/06/25/das-grosse-zensieren-bei-twitter-hat-begonnen-4406/
Rubicon72

RE: Struktur der Gesellschafft und Auswirkungen auf die Politik

Von Rubicon72 am 27.06.2017, 16:27 Uhr
#8
ein Beispiel wie die Zensur schleichend eingeführt wird:
http://blogs.faz.net/deus/2017/06/25/das-grosse-zensieren-bei-twitter-hat-begonnen-4406/


Ich denke nicht, dass etwas "schleichend" eingeführt wird, wenn sogar Medien wie die FAZ darüber berichten. Allerdings finde ich schon bedenklich, dass diese inhaltliche Kontrolle der Industrie allein überlassen wird; das ist weder neutral noch transparent.
rabilein1

RE: Struktur der Gesellschafft und Auswirkungen auf die Politik

Von rabilein1 am 29.06.2017, 07:33 Uhr
#9
Aber es gibt dann genügend Geld für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Das GELD scheint auch gar nicht das Hauptproblem zu sein, sondern eher die Ideologie, die dahinter steckt.

Ich finde es jedenfalls erstaunlich / bemerkenswert, dass ausgerechnet die Vertreter der Linken und der Gewerkschaften gegen so ein Grundeinkommen sind, während es in der CDU eher Stimmen dafür gibt.

So ein bedingungsloses Grundeinkommen würde die Menschen von der Knechtschaft der Arbeit befreien. Vermutlich sind die Linken / Gewerkschaft deshalb dagegen, weil sie dann in Zukunft nichts mehr zu "kämpfen" hätten.
Wegweiser

RE: Struktur der Gesellschafft und Auswirkungen auf die Politik

Von Wegweiser am 29.06.2017, 10:11 Uhr
#10
So ein bedingungsloses Grundeinkommen würde die Menschen von der Knechtschaft der Arbeit befreien. Vermutlich sind die Linken / Gewerkschaft deshalb dagegen, weil sie dann in Zukunft nichts mehr zu "kämpfen" hätten.

Sie sind ein Spaßvogel. Und die Wirtschaft läuft dann von alleine oder was? Das Geld, das ausgegeben wird und vorher erst einmal erwirtschaftet bzw. erarbeitet werden, ich weiß nicht ob Ihnen das bewusst ist.
-

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist daher natürlich klar und deutlich abzulehnen und zwar in der Tat nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern eben auch deshalb weil es die Menschen dazu verleiten würde sich in die soziale Hängematte zu begeben und nichts mehr für die Gesellschaft zu leisten nach dem Motto "Ich bekomm ja mein Geld eh". Derartige Tendenzen sind zum Teil heute schon mit HartzIV gegeben und ein bedingungsloses Grundeinkommen würde demnach zu einer starken Lähmung der Wirtschaft führen, die widerum kausal verknüpft eine Verschlechterung der Zahlungsfähigkeit des Staates bewirken würde. Wohin das alles führen würde hat man genügend Beispiele in der Geschichte, bestes Beispiel ist natürlich die DDR.


Nein ein Grundeinkommen für die Bürger muss daher immer dahingehend verknüft werden, dass auch Arbeit für die Gesellschaft geleistet wird.
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